Maritim

Blücherbrücke

4 MinDüsternbrook

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Die Blücherbrücke an der Kiellinie blickt auf eine erstaunlich bewegte Vorgeschichte. Schon 1865 beantragte die Marine hier eine Landungsbrücke; nachdem ein Sturm die erste Anlage 1866 zerstört hatte, ragte ab 1867 eine neue Brücke rund 65 Meter in die Förde. Ab 1890 lag an ihr das Kasernenschiff SMS Prinz Adalbert, das der Vorgängerbrücke den Namen „Adalbertbrücke“ gab; das Schiff selbst wurde 1907 in Rotterdam abgewrackt.

Ein weithin sichtbares Wahrzeichen war der Signalturm Düsternbrook: 1912–1914 als 15 Meter hoher Betonturm errichtet, dessen Mastspitze 40 Meter erreichte, ließ er in den 1920er- und 1930er-Jahren über einen Zeitball den „Zwölf-Uhr-Schuss“ auslösen – im Volksmund „Klümpschuß“. 1945 beschädigt, sackte der Turm später ab und wurde 1959 abgebrochen.

Etwa zur selben Zeit, ab 1959, entstand die heutige Blücherbrücke. An ihr lag lange das Segelschulschiff Gorch Fock der Bundesmarine, ehe es an die Tirpitzmole verlegt wurde. Heute ist die Brücke Teil des Sporthafens; seit 2018 lockt hier der „Sandhafen“ mit Ponton und Strandbar direkt am Wasser.

Wusstest du?
  • Die Vorgängerin „Adalbertbrücke“ trug den Namen des Kasernenschiffs SMS Prinz Adalbert (ab 1890).
  • Der Signalturm Düsternbrook (1912–1914) löste über einen Zeitball den „Zwölf-Uhr-Schuss“ aus.