Düsternbrooker Weg – Villenviertel
Frei zugänglich
Düsternbrook ist heute Kiels vornehmstes Villenviertel – seinen Namen aber verdankt es einem Wald. Das „Düsternbrooker Gehölz“ gehörte einst zum Dorf Brunswik; 1771 ging das Waldgebiet in staatlichen Besitz über und hieß nach dem Vertrag von Zarskoje Selo (1773) „Königliches Gehege“. 1784 legte der berühmte Gartentheoretiker Christian Cay Lorenz Hirschfeld hier mit Unterstützung des dänischen Schatzmeisters Heinrich Carl von Schimmelmann eine Baumschule an – ein früher Schritt zur Verschönerung des Geländes.
Im frühen 19. Jahrhundert entstand eine Allee, die den Schlossgarten mit dem Gehölz verband; 1807 kam ein Gartenpavillon hinzu. 1821/22 wurde eine Seebadeanstalt nach einem Entwurf von Axel Bundsen errichtet – eines der frühen Seebäder an der Ostsee. Am 1. April 1869 wurde Düsternbrook nach Kiel eingemeindet. In den folgenden Jahrzehnten entstanden entlang von Düsternbrooker Weg und Niemannsweg die repräsentativen Villen mit Gärten, Erkern und Türmchen, die dem Viertel bis heute sein elegantes Gesicht geben. Wer hier hinaufgeht, ist in bester Lage zwischen Wasser und Wald – und dort, wo heute Landtag, Ministerien und Forschungsinstitute ihren Sitz haben.
- Der Name geht auf das „Düsternbrooker Gehölz“ zurück; 1784 legte C. C. L. Hirschfeld hier eine Baumschule an.
- Am 1. April 1869 wurde Düsternbrook nach Kiel eingemeindet.