Kieler Yacht-Club
Clubgelände; Außenbereich frei zugänglich
Der Kieler Yacht-Club ist eine Wiege des deutschen Segelsports. Gegründet wurde er 1887 als Marine-Regatta-Verein von segelbegeisterten Marineoffizieren und Kaufleuten. 1891 erhob ihn Kaiser Wilhelm II. auf Anregung seines Bruders Prinz Heinrich zum Kaiserlichen Yacht-Club – und der Monarch ließ es sich nicht nehmen, selbst zu segeln. Die kaiserlichen Regatten an der Förde wurden zum gesellschaftlichen Großereignis und legten den Grundstein für die heutige Kieler Woche; um 1900 war der Club mit rund 1.400 Mitgliedern der größte Segelverein Deutschlands.
Die Lage am Wasser verdankt der Club auch dem Industriellen Friedrich Alfred Krupp, der die Strandpromenade Richtung Bellevue – das heutige Hindenburgufer – finanzierte. Schon 1910 gründete der Verein die Kieler Yachtschule, eine der ersten Jugendabteilungen eines Segelvereins überhaupt. Der Erste Weltkrieg riss tiefe Lücken: 455 Mitglieder fielen. 1926 bezog der Club sein Haus am Hindenburgufer, das bis heute hier steht. Nach dem Krieg fand 1948 die Kieler Woche wieder statt, und 1972 war Kiel Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe – mit dem KYC als einem der zentralen Akteure. 1987 feierte der Verein sein hundertjähriges Bestehen.
Wer am Hindenburgufer steht, blickt auf einen Club, dessen Geschichte untrennbar mit der Förde, der Marine und dem Mythos der Kieler Woche verwoben ist.
- 1887 als Marine-Regatta-Verein gegründet, 1891 zum Kaiserlichen Yacht-Club erhoben.
- Um 1900 mit rund 1.400 Mitgliedern der größte Segelverein Deutschlands.