Krusenkoppel
Frei zugänglich
Die Krusenkoppel ist eine rund 5,7 Hektar große Parkanlage im Villenviertel Düsternbrook, eingefasst von Niemannsweg, Karolinenweg und Düsternbrooker Weg. Ihren Namen verdankt sie dem Landwirt Heinrich Wilhelm Kruse (1810–1896), dem das Gelände ab 1856 gehörte – im Plattdeutschen schlicht „Kruse sien Koppel“, also Kruses Weide.
1883 vermachte Kruse Grundstück und Gebäude testamentarisch der Stadt Kiel, allerdings mit einer bemerkenswerten Auflage: Die Fläche solle 100 Jahre lang nicht parzelliert, sondern als ungetrenntes Ganzes erhalten und weder ganz noch teilweise verkauft werden. 1900 wandelte die Stadt die bis dahin landwirtschaftlich genutzte Koppel in einen Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens um und öffnete sie für die Bevölkerung. Über eine alte Allee ist sie mit dem Schlossgarten und dem Düsternbrooker Gehölz verbunden – eine grüne Achse, die bis an die Förde reicht.
Eine Besonderheit sind die „Zwölf Apostel“ – ein Kreis aus zwölf Sommerlinden, von denen acht schon um 1824 gepflanzt wurden; sie stehen auf der Liste der Naturdenkmale Kiels. Seit Juni 1950 gibt es hier ein Freilichttheater mit über 2.000 Plätzen, und seit 1997 verwandelt die „Spiellinie“ der Kieler Woche den Park in ein großes Mitmach-Gelände für Familien. So ist die Krusenkoppel bis heute genau das geblieben, was Kruse wollte: ein grünes Stück Stadt für alle.
- Heinrich Wilhelm Kruse vermachte das Gelände 1883 der Stadt – mit der Auflage, es 100 Jahre lang nicht zu teilen oder zu verkaufen.
- 1900 als Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und öffentlich zugänglich gemacht.