Drägerpark
Am Osthang über der Wakenitz, zwischen Marli- und Alexanderstraße, breitet sich ein Park aus, der seinen schönsten Schatz gleich preisgibt: den weiten Blick zurück auf die Altstadtinsel mit ihren sieben Türmen. Den Grundstein legte 1909 der Stadtgärtner Erwin Barth, der hier auf dem Gelände früherer Gärtnereien den "Platz auf Marly" anlegte. Barth nutzte die Hanglage geschickt und ordnete sechs einzelne Plätze so an, dass sich von ihnen immer wieder gerahmte Ausblicke nach Westen auf das Stadtpanorama öffnen – ein Spiel aus Rokoko-Anklängen und englischem Landschaftsgarten, mit Wegen, heimischen Bäumen und Narzissen am Abhang. Aus diesem Kern von 1,3 Hektar wuchs die heutige, rund vier Hektar große Anlage. 1977 schenkte die Dräger-Stiftung der Stadt diese großzügig angelegte Naherholungslandschaft an der Wakenitz samt eines eigens für Kinder gestalteten Spielplatzes. Heute ist der Drägerpark ein Ort für Familien und Spaziergänger: Direkt am Wasser liegt das Naturfreibad Marli, dazu kommen ein großer Spielplatz mit Sand- und Wasserbereich, Rutschen, Klettergerüst, Seilbahn und Kletterspinne sowie ein Bolzplatz. Im Winter verwandelt sich das abschüssige Gelände in einen beliebten Rodelhang. So vereint der Park drei Lübecker Zeiten – die Gartenkunst des frühen 20. Jahrhunderts, das Stiftungserbe der Nachkriegsjahre und das heutige Familienleben am Fluss.
- 1909 vom Stadtgärtner Erwin Barth als "Platz auf Marly" auf dem Gelände früherer Gärtnereien angelegt.
- 1977 von der Dräger-Stiftung samt eines für Kinder gestalteten Spielplatzes der Stadt Lübeck geschenkt.