Geschichte

Hartengrube

20 MinAltstadt
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Die Hartengrube zählt zu den stillsten und ursprünglichsten Gassen der Lübecker Altstadt. Rund 270 Meter zieht sie sich im südwestlichen Marien-Quartier in leicht geknicktem Verlauf westwärts hinab zur Trave. 1287 taucht sie erstmals urkundlich auf, lateinisch als „Fossata ducis", die Herzogs-Grube – benannt nach Heinrich dem Löwen, dem Gründer des nahen Doms. Über die Jahrhunderte wandelte sich der Name: 1379 hieß sie Hartogengrove, 1768 Herzogengrube, ehe sie 1884 ihre heutige Form Hartengrube erhielt.

Lange blieb dies ein abgelegener Ort, abseits der großen Verkehrswege, unregelmäßig bebaut mit Werkstätten und Lagern – und gerade das macht ihren Reiz aus. Von der Gasse zweigen mehrere typisch Lübecker Gänge und Höfe ab. Der bekannteste ist der Schwans Hof in der Hartengrube 18: 1296 erwarb Johannes von Swane den Hof und ließ den Wohngang anlegen, in dem er erste Wohnungen vermietete. Er gilt als der älteste Wohngang Lübecks – nicht nur der älteste Hof an sich, sondern auch der mit dem ältesten Namen, den er bis heute bewahrt hat.

Wer hier entlanggeht, spürt, wie nah Stadt und Hafen einst beieinanderlagen: Am unteren Ende öffnet sich der Blick zur Trave. Die weitgehend geschlossene, über Jahrhunderte gewachsene Häuserzeile lässt die Gasse zu einem der authentischsten Altstadtwinkel Lübecks werden.

Wusstest du?
  • Die Hartengrube ist rund 270 Meter lang und wurde 1287 erstmals urkundlich als "Fossata ducis" (Herzogs-Grube) erwähnt – benannt nach Heinrich dem Löwen, dem Gründer des nahen Doms.
  • Der Schwans Hof in der Hartengrube 18 wurde 1296 von Johannes von Swane angelegt und gilt als der älteste Wohngang Lübecks, der seinen Namen bis heute bewahrt hat.