Szene

Hüxstraße

30 MinAltstadt
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Schmal, lang und voller Eigensinn: Die Hüxstraße zieht sich auf 517 Metern Länge und knapp acht Metern Breite quer durch die Lübecker Altstadt – eine der typischen Rippenstraßen des mittelalterlichen Stadtgrundrisses, der heute zum UNESCO-Welterbe zählt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1259 als „Hucstrate". Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt; am wahrscheinlichsten gilt eine Ableitung von den „Hökern", den Krämern und Kleinhändlern, die sich hier einst niederließen.

Diese Handelstradition lebt fort: In den oft denkmalgeschützten, schmalen Giebelhäusern drängen sich rund 125 meist kleine Geschäfte, Handwerksbetriebe, Restaurants und Cafés – fast alle inhabergeführt. Damit gilt die Hüxstraße als Lübecks abwechslungsreichste und individuellste Einkaufsmeile, weit entfernt von austauschbaren Filialketten.

Die Straße beginnt an der Breiten Straße, gegenüber dem Rathaus, mit dem sie über dessen Arkaden verbunden ist. Gleich an der Ecke liegt das traditionsreiche Café Niederegger, das Lübecks Ruf als Marzipanstadt mitbegründete. Nach Osten führte die Hüxstraße bis zum Hüxtertor, das 1822 vollständig abgebrochen wurde.

Im oberen Abschnitt bis zur Königstraße ist die Hüxstraße Fußgängerzone; seit 2005 ist sie als verkehrsberuhigte Spielstraße ausgewiesen – ein Bummel zwischen Buchläden, Boutiquen und Bars, der den Charakter des alten Krämerviertels bis heute bewahrt.

Wusstest du?
  • 1259 erstmals als "Hucstrate" urkundlich erwähnt; der Name geht wahrscheinlich auf die "Höker" zurück, die Krämer und Kleinhändler der Gasse.
  • 517 Meter lang und nur knapp acht Meter breit, mit rund 125 überwiegend inhabergeführten Läden, Cafés und Restaurants.