Kohlmarkt
Der Name führt fast jeden in die Irre: Nicht Weißkohl oder Grünkohl gaben dem Kohlmarkt seinen Namen, sondern Holzkohle. 1291 taucht der Platz erstmals in einer Urkunde auf, und zwar als „forum carbonum", als Holzkohle-Markt. Hier wurde die in Meilern erzeugte Kohle gehandelt, ein gefragter Brennstoff der mittelalterlichen Hansestadt. Über die Jahrhunderte wandelte sich der Name in Schreibweisen wie „Kolmarked" 1297 oder „Kahelmarkt" 1629, ehe 1852 die heutige Form amtlich festgelegt wurde.
Ursprünglich war der Kohlmarkt nur ein Teil der Marktfläche und lag an deren Südseite. Heute zieht sich die Straße auf rund hundert Metern unmittelbar südlich des Marktes in Ost-West-Richtung. Sie beginnt dort, wo Sandstraße, Wahmstraße und Breite Straße zusammentreffen, und geht an Schmiedestraße und Schüsselbuden in die Holstenstraße über.
Vom historischen Bild ist wenig geblieben. Beim Luftangriff vom 29. März 1942 wurde die Bebauung nahezu vollständig zerstört. Als markanter Altbau überstand das 1909/10 im Heimatschutzstil errichtete Bankgebäude Kohlmarkt 7–13 den Krieg und prägt schon durch seine Größe das Straßenbild. Der niedrige „Südriegel" von 1954, eine Zeile niedriger Geschäftsbauten, trennt den Kohlmarkt seither vom Markt.
- Der Name kommt von Holzkohle, nicht von Kohl: 1291 erstmals als „forum carbonum" (Holzkohle-Markt) erwähnt.
- Beim Luftangriff am 29. März 1942 wurde die Bebauung nahezu vollständig zerstört.