Geschichte

Pfaffenstraße

20 MinAltstadt
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Kaum 80 Meter misst die Pfaffenstraße, die im nördlichen Jakobi-Quartier der Altstadt in West-Ost-Richtung verläuft und die Breite Straße mit der Königstraße verbindet. Am östlichen Ende stößt sie gegenüber der Glockengießerstraße auf die Königstraße – ganz in der Nähe der Katharinenkirche, jener Kirche, die der Gasse ihren ersten Namen gab. Denn 1331 taucht sie erstmals in den Urkunden auf, damals als niederdeutsch-lateinische Mischform "Dwerstrate, qua itur ad sanctum Katharinam", also als Querstraße, die zu St. Katharinen führt.

Den heutigen Namen verdankt die Straße den Pfaffen, den Geistlichen. 1364 ist die Bezeichnung "Papenstrate" belegt, 1397 das lateinische "platea clericorum" – beide verweisen auf die Kleriker, da die Gasse zum Lübecker Minoritenkloster führte. 1852 legte man "Pfaffenstraße bei St. Catharinen" als amtlichen Namen fest, ehe er 1884 auf die schlichte Kurzform verkürzt wurde, die bis heute gilt.

Wer die Gasse heute durchschreitet, findet ein weitgehend geschlossenes Bild historischer Häuser. Es dominieren klassizistische Fassaden des 18. und 19. Jahrhunderts, die der schmalen Straße ihre ruhige, gediegene Geschlossenheit geben – ein stilles Stück Altstadt abseits der großen Wege.

Wusstest du?
  • Mit rund 80 Metern Länge verbindet die Pfaffenstraße die Breite Straße mit der Königstraße im Jakobi-Quartier.
  • Der Name geht auf die Geistlichen (Pfaffen) zurück, da die Gasse einst zum Lübecker Minoritenkloster führte; 1364 ist 'Papenstrate' belegt.