Sandstraße
Der Name verrät ihren Untergrund: Die Sandstraße verdankt ihn dem sandigen Hang des Altstadthügels, auf dem sie verläuft – jener Erhebung, die einst die Keimzelle der Stadt trug. Wer hier geht, spürt das Gefälle noch heute unter den Füßen. Von der Kreuzung Kohlmarkt und Wahmstraße zieht sich die Straße über den Klingenberg und die Mühlenstraße nach Süden aus der Altstadtinsel heraus, hinaus in Richtung der Vorstadt St. Jürgen. Damit gehört sie zu den langen Achsen, die das mittelalterliche Lübeck mit seinem Umland verbanden.
Heute ist die Sandstraße eine der großen Einkaufsstraßen der Altstadt. Sie setzt die Breite Straße, die zentrale Fußgängerzone Lübecks, nach Süden fort, ist für den Individualverkehr gesperrt und dient zugleich als wichtige Trasse des öffentlichen Nahverkehrs – ein seltenes Nebeneinander von Schaufenstern und vorbeigleitenden Bussen.
Doch die Häuserzeilen erzählen auch von einer Zäsur: Beim schweren Bombenangriff im März 1942 wurde die Gegend hart getroffen, und vieles, was Sie heute sehen, ist Wiederaufbau der Nachkriegsjahrzehnte. Ein neuerer Akzent ist das Haerder-Center: Am 30. Oktober 2008 eröffnet, brachte das Einkaufszentrum mehr als 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in die Straße und knüpft so an deren alte Rolle als geschäftiger Handelsweg an.
- Die Sandstraße verlängert die Breite Straße, Lübecks zentrale Fußgängerzone, nach Süden; sie ist für den Individualverkehr gesperrt, dient aber als wichtige Trasse des öffentlichen Nahverkehrs.
- Beim schweren Bombenangriff im März 1942 wurde das Umfeld der Straße stark getroffen und anschließend wieder aufgebaut.