Maritim

Eric-Warburg-Brücke (Hubbrücke)

20 MinSt. Lorenz-Nord
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Wer am nördlichen Saum der Altstadt auf die Trave blickt, steht vor einer der jüngsten und wuchtigsten Brücken Lübecks. Die Eric-Warburg-Brücke ist eine stählerne Klappbrücke, zwischen 2004 und 2006 errichtet und am 10. März 2008 für den Verkehr freigegeben. Sie misst rund 181 Meter Gesamtlänge und gibt der Schifffahrt bei geöffneter Klappe eine Durchfahrtsbreite von 37,5 Metern frei; bei geschlossener Brücke bleiben unter der Klappe sechs Meter Höhe über dem Mittelwasser.

Als wesentliches Stück der Lübecker Nordtangente verbindet sie die Stadtteile St. Gertrud im Nordosten und St. Lorenz-Nord im Nordwesten und hält so den Durchgangsverkehr aus der mittelalterlichen Altstadt fern. Der Gedanke einer solchen Querung ist alt: Schon im 19. Jahrhundert hatte der Lübecker Baudirektor Peter Rehder eine Brücke in dieser Gegend vorgeschlagen - der Rat lehnte damals ab, und es dauerte mehr als hundert Jahre, bis die Idee Stahl wurde.

Der Name trägt eine besondere Geschichte: Eric M. Warburg, Hamburger Bankier aus der Familie der Privatbank M. M. Warburg & CO, setzte sich im Zweiten Weltkrieg dafür ein, dass Lübeck nach dem schweren Luftangriff vom 29. März 1942 über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz unter Carl Jacob Burckhardt vor weiteren Bombardierungen verschont blieb.

Wusstest du?
  • Die Klappbrücke wurde 2004 bis 2006 gebaut und am 10. März 2008 für den Verkehr freigegeben.
  • Geöffnet gibt sie der Schifffahrt 37,5 Meter Durchfahrtsbreite frei; geschlossen bleiben 6 Meter Höhe über dem Mittelwasser.