Natur

Wallanlagen

20 MinAltstadt
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Wo heute alte Bäume Schatten werfen und Spaziergänger über geschwungene Wege schlendern, stand einst die Wehr der Stadt. Die Lübecker Befestigungswerke reichen bis ins Jahr 1241 zurück und wurden ab 1469 bedeutend erweitert – ein Kranz aus Wällen, Gräben und Bastionen, der die Altstadt jahrhundertelang umschloss und bis 1670 immer wieder verstärkt und ausgebaut wurde. Mit der Zeit verloren die Anlagen ihre militärische Aufgabe, und aus den Festungswällen wurde Lübecks größte und älteste Parkanlage.

Den Wandel zum Park prägte ein berühmter Name: Der königlich preußische Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné, Schöpfer vieler Schloss- und Stadtparks, schloss 1854 die Umgestaltung der gesamten Wallanlagen ab. Bis heute erkennt man die alte Wehrhaftigkeit an erhaltenen Bastionen wie Buniamshof und Katze.

Der Promenadenweg führt stellenweise bis zu 27 Meter hoch und schenkt freie Blicke über die Stadt mit ihren Backsteintürmen. Am Mühlendamm, auf der Anhöhe zum Kaisertor, wächst die Kaisereiche, mit rund 545 Jahren der älteste Baum der Anlage; 2008 wählte man sie zum schönsten Baum Lübecks. Eine Freilichtbühne auf der Bastion Buniamshof, ein Minigolfplatz und Spielplätze machen den grünen Ring heute zum Lieblingsort vieler Lübecker.

Wusstest du?
  • Lübecks größte und älteste Parkanlage – entstanden aus Befestigungswerken, die bis 1241 zurückreichen.
  • Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné schloss 1854 die Umgestaltung der gesamten Wallanlagen zum Park ab.